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Fortbildung: Gewaltfreie Kommunikation in Zeiten von Populismus und Menschenfeindlichkeit

In einer Welt, die immer unübersichtlicher und komplexer zu werden scheint, haben diejenigen Zulauf, die den Menschen einfache Antworten versprechen. Es wird eine Gesellschaft erfunden, die aus nur zwei Gruppen besteht: den WIR und den ANDEREN. Doch was tun gegen menschenfeindliche Hetze, Ausgrenzung und populistische Bewegungen? Wie kann ich in zunehmend hitzigeren politischen Debatten mit meinen Werten verbunden bleiben und trotzdem den Fokus auf Dialog halten? Eine Möglichkeit ist die „Gewaltfreie Kommunikation“. Sie basiert auf einer einfühlsamen und ressourcenorientierten Haltung. Man geht davon aus, dass alle Menschen die gleichen Bedürfnisse haben. Konflikte entstehen nur über unterschiedliche Strategien, nämlich auf welche Weise einzelne Bedürfnisse erfüllt werden. Gerade in Diskussionen mit „politischen Gegner*innen“ kann es hilfreich sein, diese bei ihren Gefühlen abzuholen und auf die Suche zu gehen, welche Bedürfnisse hinter ihren Aussagen und Handlungen stehen. So kann eine vertrauensvolle Beziehung zum Gegenüber entstehen, die auf Respekt und Wertschätzung beruht und Raum für Verbindung, Austausch und Entwicklung schafft. Denn – so schrieb es der mittelalterliche Dichter Dschalal ad-Din Rumi: „Es gibt einen Ort jenseits von richtig oder falsch, wo man sich treffen kann.“

 

Inhalte der Fortbildung
In diesem Workshop lernen die Teilnehmer*innen empathisches Zuhören und die 4-Schritte-Methode der Gewaltfreien Kommunikation kennen. Jeder der vier Schritte wird erst einzeln trainiert, um sie dann später möglichst leicht und effektiv verbinden zu können. Die vielen Übungen an eigenen, fremden oder konstruierten Beispielen werden es den Teilnehmer*innen ermöglichen, Gewaltfreie Kommunikation sofort in der Praxis auszuprobieren und in politische Debatten einzubringen.

Zeitrahmen: Termin 26. + 27. Oktober 2019 von jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr im Ökologischen Schullandheim Spohns Haus, 66453 Gersheim, Dekan Schindler Straße 13-14
Referentin: Nikola Poitzmann, Landeskoordinatorin Süd im Projekt Gewaltprävention und Demokratielernen des Hessischen Kultusministeriums
Arbeitsweise: Die Fortbildung ist praxisorientiert. Gearbeitet wird anhand von Beispielen aus Ihrem (Arbeits)alltag. Übungen, Kleingruppenarbeit, Rollenspiele, Einheiten im Plenum und Theorie-Inputs wechseln methodisch ab.
Anmeldung: info@spohnshaus.de, Tel: 06843 58 999 0, Fax: 06843 58 999 9
Teilnahme, Unterkunft und Verflegung sind kostenlos!

 

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
Vertiefungsseminar

am: Samstag, den 23. November 2019 von 10:00 bis 16:00 Uhr
im: Haus der Integration, Klosterweg 6, 66440 Blieskastel


„Lasst uns nochmal drüber reden!“! - Ob in der Familie, am Arbeitsplatz, im Verein oder an der Supermarktkasse, Vorurteile und populistische Parolen können uns in vielen Kontexten begegnen. Doch wie gehen wir damit um? Wie können wir unsere eigenen Standpunkte einbringen, unser Gegenüber erreichen und mit einem guten Gefühl aus einer solchen Situation gehen?


Das Adolf-Bender-Zentrum und der Saarpfalz-Kreis laden zu einer Vertiefung des Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen ein. Das Training setzt sich mit populistischen Parolen und Vorurteilen auseinander. Es dient dazu, für sich selbst angemessene Argumentationsstrategien zu entwickeln. Hierzu werden die hinter den Parolen liegenden Motive und Faktoren diskutiert sowie Tipps und Tricks entwickelt, die in solchen Situationen helfen können. Interaktive Übungen wechseln mit theoretischen Impulsen ab.


Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, die bereits an einem Argumentationstraining teilgenommen haben und dient als Vertiefung zu den Aspekten Vorurteile, Kommunikation und populistische Argumentationsmuster. Zudem bietet das Vertiefungsseminar ausreichend Raum zum Ausprobieren und Trainieren.

 
Zielgruppe:
Ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger, Aktive im Rahmen der „Partnerschaften für Demokratie“


Die Teilnahme und Verpflegung ist kostenfrei. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Eine vorherige Anmeldung zu der Veranstaltung ist erforderlich bis 08.11.2019. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.


Anmeldung unter:
Leitstelle Lebenslanges Lernen des Saarpfalz-Kreises, Frau Annette Molter-Klein
E-Mail: lebenslanges-lernen@saarpfalz-kreis.de, Telefon: 06841 104-8397